Frankreich, Krimi

Liliane Fontaine. Die Richterin und der Todesbote – Die Richterin 7 (2024)

Die Welt der Kelten scheint im jüngsten Fall für Untersuchungsrichterin Mathilde de Boncourt und ihr Team ganz aktuell zu werden.

Im Musée de la Romanité in Nîmes wird gerade eine Ausstellung über die Kelten vorbereitet, als ein wertvolles Stück gestohlen wird. Bei der Verfolgung des Täters erleidet ein Wachmann einen Herzinfarkt. Da dieser ein Onkel der Mitarbeiterin von Mathilde de Boncourt war, bittet diese die Untersuchungsrichterin, den Fall zu übernehmen. Mit ihrem bewährten Team macht sie sich also an die Arbeit.

Mordserie …

Allerdings kommen schnell weitere Fälle hinzu: Ein Mann, gegen den Mathilde ermittelt hatte, wird kurz nach seiner Freilassung aus dem Gefängnis ermordet – und ihm wird der Kopf abgeschlagen! Dass es hier nicht um einen „gewöhnlichen Mord“ gehen kann, ist damit klar. Und es bleibt nicht das einzige Opfer. Mehrere Personen, die Mathilde vor einigen Jahren des Missbrauchs an jungen Mädchen verdächtigt hatte, finden auf diese Weise den Tod.

… und die Kelten

Da immer wieder auch Artefakte aus der Keltenausstellung fehlen, drängt sich ein Zusammenhang auf. Könnte es irgendeine moderne Version von keltischen Riten sein? Und das Team Mathilde-Rachid begibt sich auf Spurensuche unter Druiden.

Beschaulich und historisch interessant

Wie immer in dieser Serie ein eher beschaulicher Krimi, der von der Fülle der dargestellten historischen Fakten lebt. Die werden zwar auf die Gegenwart bezogen, aber die agierenden Figuren bleiben eher blass und blutleer, ihre Aktionen wirken eher gekünstelt als logisch, die Dialoge eher konstruiert als gesprochen. Wer es also eher ruhiger mag und einen Hang zur Geschichte hat, kann diesen Krimi ganz gut lesen. Wer auf der Suche nach Spannung ist, sollte lieber zu einer anderen Autorin greifen.

Liliane Fontaine. Die Richterin und der Todesbote. München, Piper 2024. (Die Richterin 7)

Vielen Dank für das Rezensionsexemplar via NetGalley.de!

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