Deutschland, Krimis

Eva Almstädt. Ostseefalle – Pia Korittki 16 (2021)

Als es an die Sanierung ihres gerade erworbenen Hauses gehen soll, findet die Hausbesitzerin im Keller einen menschlichen Schädel. Gehört er zu den Theaterrequisiten, die unerklärlicherweise in einem versteckten Kellerraum gelagert werden? Oder handelt es sich tatsächlich um den Schädel eines Menschen?

Die Lübecker Kommissarin Pia Korittki leitet diesen offensichtlichen Cold Case, auch als sich herausstellt, dass der Schädel zu einer jungen Frau gehörte, die vor etwa zehn Jahren spurlos verschwand. Außerdem ist schnell klar, dass er Schädel erst vor Kurzem zu den Requisiten in den Keller gelegt wurde. Jemand legte es darauf an, dass er gerade jetzt gefunden würde. Doch warum? Und vor allem: wer?

Alte Verdächtige

Pia Korittki geht den alten Fall noch einmal durch, doch auch für sie ergeben sich zunächst keine neuen Anhaltspunkte. Die neuen Besitzer des Hauses haben keine Verbindungen zu dem Ort. Ist es von Bedeutung, dass der Vater der verschwundenen jungen Frau gegenüber des Hauses wohnt? Hat ein früherer Mieter des Hauses mit dem Verschwinden zu tun gehabt? Aber wieso sollte er das dann jetzt offenlegen wollen? Bisher schien das Verbrechen perfekt. Auch die Mutter sowie deren Schwester und ihr Mann werden durchleuchtet, auch ein alter Verdächtiger, aber ohne konkrete Anhaltspunkte.

Spannende Unterhaltung

An ihren ersten „eigenen“ Fall geht die Kommissarin sehr ehrgeizig heran. Aber noch bevor sie tatsächlich in die Nähe der Auflösung des Falles kommt, holt sie ihre eigene Vergangenheit auf höchst dramatische Weise ein.

Ein spannender Fall, der ein wenig aus der Reihe fällt. Und doch werden alle Erwartungen an einen Pia-Korittki-Krimi aufs Beste erfüllt. Spannende Unterhaltung garantiert.

Eva Almstädt. Ostseefalle. Köln: Bastei-Lübbe, 2021. (Pia Korittki 16)

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