Cozy, Deutschland, Krimis, Regionalkrimis

Margarete von Schwarzkopf. Der Moormann (2017)

Die Kunsthistorikerin Anna Bentorp zieht sich in ein altes Haus am Brester Moor in der Nähe von Bremervörde zurück, um den Katalog zu einer Ausstellung mit historischen Karten zusammenzustellen. Doch mit der Ruhe ist es nicht weit her und bald wird auch noch ein Toter gefunden.

In einer Mischung aus Krimi und historischem Roman, angereichert mit ein bisschen Grusel und Romantik erzählt die Autorin in Der Moormann. Der Erzählstrang der Gegenwart berichtet von Anna Bentorp, die in diesem Haus am Moor unheimliche Dinge erlebt – während ihrer Abwesenheit hat jemand das Haus durchsucht -, aber auch ein bisschen Romantik – der Antiquitätenhändler Richard Bernhard bietet ihr nicht nur interessante Karten für die Ausstellung an, sondern lädt sie auch zum Essen ein – wobei dann nicht ganz klar ist, ob er sie nicht nur eingeladen hat, um einem Komplizen freie Bahn zu verschaffen.

Ein Kartenmacher 1788

In einem zweiten Erzählstrang geht es in die Vergangenheit, zu einem jungen englischen Kartenmacher am Ende des 18. Jahrhunderts, der das Moor vermessen und gezeichnet hat. Und der dem Moormann begegnet ist, von dem bis heute immer noch unheimliche Geschichten erzählt werden. Natürlich behütet der Moormann einen Schatz, den er dem Kartenmacher übergibt, der aber von mehreren Männern verfolgt wird, sodass er ihn wieder verstecken muss …

Schatzsuche mit Todesfällen

Als Anna die Karten dieses unbekannten jungen Mannes bekommt, fallen ihr die merkwürdigen Zeichen auf, und sie beschließt, dem nachzugehen. Dass diese alten Karten aber auch heute noch zu diversen Todesfällen führen, damit konnte eigentlich niemand rechnen.

Unentschlossen

Ein Regionalkrimi, der viele Elemente und Motive mischt – für meinen Geschmack zu viele. Dadurch gibt es keine klare Linie, alles bleibt unentschlossen und ein vager Mischmasch aus Krimi, Historie, Grusel, Romance … und ist für mich auch zu betulich erzählt. Dadurch ist der Roman zwar halbwegs unterhaltsam, wenn man gerade viel Zeit und nichts Besseres zu lesen hat, aber wer Spannung und Logik sucht, ist hier ganz falsch.

Margarete von Schwarzkopf. Der Moormann. Köln: emons, 2017.

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