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Amanda Cross

Amanda Cross ist ein Pseudonym der Amerikanerin Carolyn Gold Heilbrun, im Hauptberuf feministische Literaturprofessorin, unter dem sie zwischen 1964 und 2002 eine Serie von 14 Kriminalromanen veröffentlichte, in deren Mittelpunkt die Literaturprofessorin Kate Fansler steht.

Feministin

Carolyn Gold wurde am 13. Januar 1926 in East Orange, New Jersey, geboren und studierte Englische Literatur an der Columbia University in New York, wo sie später auch lehrte. Sie machte sich vor allem einen Namen mit ihrer feministischen Literaturkritik. 1964 veröffentlichte sie unter dem Pseudonym Amanda Cross ihren ersten Kriminalroman – erst Jahre später empfand sie die Zeit als reif, offen zu ihrem heimlichen Hobby stehen zu können, ohne Angst, ihrer Reputation als Literaturprofessorin zu schaden. Allerdings sorgten bereits bei ihrem dritten Krimi, Poetic Justice, 1970, Parallelen zu ihrer Universität und ihren Kollegen für Aufruhr.

Privatleben

Carolyn Gold war verheiratet mit James Heilbrun, Professor für Wirtschaftswissenschaften, das Paar hatte drei Kinder. Carolyn Gold Heilbrun setzte ihrem Leben am 9. Oktober 2003 in Manhattan selbst ein Ende. In ihrem Essay-Band The Last Gift of Time: Life Beyond Sixty hatte sie bereits 1997 eine Art Selbstbestimmungsrecht über den eigenen Abgang vertreten.

Kate-Fansler-Reihe

In ihren Krimis um die Literaturprofessorin Kate Fansler, die meist im Universitätsmilieu in Fällen ermittelt, die sich um Literatur oder andere Geisteswissenschaften drehen, hat Carolyn Gold Heilbrun auch viele ihrer feministischen Ansätze eingebaut. Sehr humorvoll, oft ironisch stellt sie auch den Universitätsbetrieb dar. Fansler löst ihre Fälle überwiegend durch wunderbar geschliffene, pointierte Dialoge mit anderen höchst intelligenten Intellektuellen. Für Literaturliebhaber eine wundervolle Krimireihe, beste Unterhaltung mit intellektueller Anregung und Herausforderung. Die deutschen Übersetzungen der Bände 1 bis 12 erschienen im Eichborn Verlag bzw. bei dtv.

Krimis mit Kate Fansler von Amanda Cross

  • 1964. In the Last Analysis. | dt.: Gefährliche Praxis
  • 1967. The James Joyce Murder. | dt. In besten Kreisen
  • 1970. Poetic Justice. | dt. Eine feine Gesellschaft
  • 1971. The Theban Mysteries. | dt. Schule für höhere Töchter
  • 1976. The Question of Max. | dt. Tödliches Erbe
  • 1981. Death in a Tenured Position. | dt. Die Tote von Harvard
  • 1984. Sweet Death, Kind Death. | dt. Süßer Tod
  • 1986. No Word from Winifred. | dt. Albertas Schatten
  • 1989. A Trap for Fools. | dt. Der Sturz aus dem Fenster
  • 1990. The Players Come Again. | dt. Verschwörung der Frauen
  • 1995. An Imperfect Spy. | dt. Spionin in eigener Sache
  • 1998. The Puzzled Heart. | dt. Das zitternde Herz
  • 2000. Honest Doubt
  • 2002. The Edge of Doom

Werke von Carolyn Gold Heilbrun

  • 1970. Christopher Isherwood
  • 1979. Reinventing Womanhood. | dt. Weiblichkeit neu definiert
  • 1983. The Representation of Women in Fiction: Selected Papers from the English Institute
  • 1988. Writing a Woman’s Life. | dt. Aus dem Leben einer Frau
  • 1990. Hamlet’s Mother and Other Women
  • 1993. Toward a Recognition of Androgyny
  • 1996. The Education of a Woman: The Life and Times of Gloria Steinem
  • 1997. The Last Gift of Time: Life Beyond Sixty
  • 1999. Women’s Lives: The View from the Threshold
  • 2001. When Men Were the Only Models We Had: My Teachers Barzun, Fadiman, Trilling

4 Gedanken zu „Amanda Cross“

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