England, Krimis

Elizabeth George. Payment in Blood – Inspector Lynley 2 (1989)

Ein Mord in einem abgelegenen Manor in Schottland ruft dieses Mal Scotland Yard und für ihr Inspector Thomas Lynley auf den Plan.

Auf Westerbrae, abgelegen im schottischen Hochland und zu allem Überfluss noch ziemlich eingeschneit, trifft sich eine Londoner Theatertruppe, um an ihrem neuen Stück zu arbeiten. Mit dabei die Autorin des Stücks, Joy Sinclair. Doch am nächsten Morgen wird sie tot in ihrem Zimmer gefunden, die Zimmertür ist verschlossen und niemand weiß, was passiert sein könnte. Noch bevor die lokale Polizei mit Ermittlungen beginnen kann, kommt von ganz oben bereits die Order, Inspector Thomas Lynley mit diesem Fall zu betrauen. Das passt, denn der Chef des Theaters ist ebenso von Adel wie Lynley und vertraut darauf, dass dieser seine Aussage vertraulich behandelt. Denn bei dem vorgestellten neuen Theaterstück sollte es um eine Affäre seiner Frau gehen. Lynley sieht zwar das mögliche Motiv, aber nicht, wie Lord oder Lady den Mord tatsächlich begangen haben könnten.

Lynley sieht rot

Außerdem ist Lynley – ganz untypisch und absolut unerwartet – rasend vor Eifersucht: Seine alte Freundin Lady Helen ist nämlich auch Teil der Theater-Gesellschaft auf Westerbrae, sie ist neuerdings mit dem Regisseur liiert. Und zwischen Helens Zimmer und dem der Ermordeten gibt es eine unverschlossene Verbindungstür. Für Lynley ist sofort klar, dass der Regisseur der Täter ist, zumal er als Alkoholiker gerade verzweifelt einen Wiedereinstieg in seinen Beruf sucht. Verbissen sucht Lynley nach Spuren in dieser Richtung.

Havers als Retterin

Gut, dass auch Sergeant Barbara Havers wieder dabei ist, der Adel per se schon suspekt ist und dieser Lord ganz besonders. Sie sieht, dass Lynley sich verrennt und will ihn unbedingt vor einem Scheitern bewahren. Unterstützung erhält sie dabei von St. James und Lady Helen, auch wenn diese Ermittlungsmethoden wohl nicht ganz regelkonform sind …

Klassische Ausgangslage

Das Setting im abgelegenen und eingeschneiten Manor erinnert lebhaft an Agatha Christie und andere klassische Whodunits. Aber natürlich gibt Autorin Elizabeth George dem Krimi nicht nur einen extra Twist, sondern auch viel Spannung, messerscharfe Charakteranalysen und überhaupt eine Darstellung von Menschen und Situationen, die immer über die Oberfläche hinausgeht. Das macht auch diesen Krimi zu einer sehr spannenden Lektüre und zu einem sehr dichten und intelligenten Roman obendrein.

Elizabeth George. Payment in Blood. New York: Random House, 1989. | Keiner werfe den ersten Stein. München: Blanvalet, 1991. (Inspector Lynley 2)

Mehr zur Autorin und ihrer Krimiserie auf der Autorinnenseite Elizabeth George.

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