Krimis, Schweden

Helene Tursten. Jagdrevier – Embla Nyström 1 (2016)

Embla Nyström, eine noch junge und höchst schlagkräftige Polizistin, ist wie jedes Jahr zur Elchjagd bei ihrem Onkel Nisse. Doch in diesem Jahr gibt es sonderbare Vorkommnisse und einen Toten …

Embla Nyström, toughe Polizistin, Kickboxerin und Jägerin – auf jeden Fall eine ungewöhnliche Ermittlerin. Während sich zur Elchjagd die übliche Gesellschaft in den Hütten einfindet, folgt doch nicht alles genau den alten Traditionen. Der Neue, Peter, der aus der Gegend stammt, aber jahrelang in Göteborg wohnte, scheint Embla eine interessante Bereicherung. Der gutaussehende Mann flirtet mit ihr und auch sie ist nicht abgeneigt. Doch sie wird schnell abgelenkt: Eine Kreuzotter beißt die einzige andere Frau in der Jagdgesellschaft, unter Emblas Ansitz hat sich ein Fuchs in einer brutalen – und verbotenen – Falle schwer verletzt. Dass sich Jagdleiter Sixten mit dem Neuen in die Haare kriegt, scheint da schon sehr normal.

Ein Toter und ein Vermisster

Doch dann tauchen zwei Mitglieder der Jagdgesellschaft nicht auf, einen findet der Hund von Emblas Onkel im Meer, der zweite bleibt verschwunden. Das ist der Punkt, an dem Embla wieder im Dienst ist, denn ihr besonderes kleines Team wird zur Hilfe gerufen. Gemeinsam mit Kollege Hampus und Chef Göran versuchen sie, dem Fall auf den Grund zu gehen. Es stellt sich heraus, dass es noch einen dritten Freund gab, der vor einem Jahr nach der Elchjagd einen tödlichen Unfall hatte. Diese drei Freunde verbindet eine lange Geschichte und scheinbar ein Geheimnis: Denn die beiden Vermissten hatten vor der Jagd eine verstörende Nachricht bekommen.

Sehr viel Jagd …

Durch jede Menge Regen und Schlamm kämpfen sich die Polizisten zu den Hütten und zum „Jagdschloss“, der luxuriösen Hütte der drei Freunde. Embla ist froh, dass sie bei Peter etwas Abwechslung findet, die beiden kommen sich tatsächlich näher …

Mehr zum Ablauf verrate ich besser nicht, sowieso ist der Fall für versierte Krimileser relativ durchsichtig. Allerdings hat Helene Tursten einiges an Jagdgeschehen eingebaut und diese ungewöhnliche Ermittlerin auf den Fall losgelassen, sodass es schon außergewöhnlich ist. Allerdings muss man auch als Leserin ein wenig hartgesottener sein, denn dass Embla auf Tiere schießt, ist gewöhnungsbedürftig. Und jedenfalls überhaupt nicht mein Fall.

Helene Tursten. Jagdrevier. München: btb, 2016. | Jaktmark. Stockholm: Kabusa Böcker, 2014. (Embla Nyström 1)

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