Deutschland, Krimis

Nicola Förg. Hüttengaudi – Irmi Mangold 3 (2011)

Zwei Tote an zwei unterschiedlichen Orten, aber dieselbe Todesursache. Zufall?

Irmi Mangold hat sich von Nachbarin Lissi zu einer Schrothkur in Oberstaufen überreden lassen. Nichts Gescheites zu essen und kalte Wickel sind ja schon schlimm genug, aber dann wird einer der anderen „Gewickelten“ ermordet. Als Polizistin ist Irmi natürlich zur Stelle – doch dann stellt sie fest, dass es sich bei dem Toten um ihren Exmann Martin Maurer handelt. Dabei hatte sie den doch so gut verdrängt und will auch mit dem toten Ex nichts mehr zu tun haben.

Der Tote unterm Kreuz

Derweil bekommt es Kollegin Kathi Reindl in Garmisch ebenfalls mit einem Toten zu tun: Xaver Fischer wird von Wanderern tot aufgefunden, ausgerechnet an einem großen Kreuz am Steinsee. Trotz ihrer großen Klappe fühlt sich Kathi überfordert und ruft die Chefin an, die sich freut, dass sie die Schrothkur samt totem Exmann hinter sich lassen kann. Der Tote in ihrem eigenen Revier, stellt sich heraus, starb zwar an Herzversagen, aber ausgelöst durch eine Insulinspritze. Also Mord. Die Ermittlerinnen finden auch heraus, dass der Tote tatsächlich sehr vermögend war und ein ziemlicher Stinkstiefel, so hat er den Wirten einer nahe gelegenen Hütte das Leben ziemlich schwergemacht.

Zwei Tote, ein Fall

Erst als Irmi Mangold unter einem heftigen Ausschlag leidet, den sie sich an einem Riesen-Bärenklau am Fundort von Fischer geholt hat, fällt ihr wieder ein, dass der tote Exmann in seinem Wickel ebenfalls Ausschlag an den Händen hatte. Der Obduktionsbericht gibt auch die Todesursache an: eine Spritze mit Insulin. Selbstmord ist zwar nicht ausgeschlossen, doch Irmi ist sicher, dass die beiden Todesfälle zusammenhängen, und so macht sie sich auf die Suche nach Gemeinsamkeiten.

Verdächtige

Tatsächlich war Martin Maurer kurz vor seinem Tod in Garmisch, weil er als Makler dort an einem Objekt dran war. An dem scheinbar auch Fischer Interesse hatte: nämlich besagte Hütte. Dabei hatte der Wirt Irmi bei der Befragung gar nichts davon erzählt. Was ihn erst einmal verdächtig macht. Aber auch der Bruder von Fischer hatte sich mit diesem wohl sehr häufig gestritten. Und auch Maurer war nicht gerade beliebt gewesen …

Natürlich sehr spannend, dabei aber auch sehr menschlich (und tierisch) und vor tollem Alpenpanorama.

Nicola Förg. Hüttengaudi. München: Piper, 2011. (Irmi Mangold 3)

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